Fernbeziehung?
Fernbeziehungen sind mit Abstand am besten. Ich hoffe ihr habt den Witz verstanden? Weil Abstand und Fernbeziehung und ach… schon okay.
Ab wann ist für euch denn eine Beziehung eine Fernbeziehung? Ab 100km Entfernung? 200km? 500km? Ich von mir aus kann nur sagen, dass ich 100km jetzt nicht wirklich weit find und das auch nicht wirklich als eine Fernbeziehung ansehen würde. So ab 200-300km schon eher, wenn die Bahn schon mal für eine Fahrt das halbe Konto ausräumt.
Allgemein ist es schwierig einen Partner zu finden, für schwule find ich sogar noch schwieriger. Wenn man nicht wirklich in einer Großstadt wohnt ist es fast unmöglich in seiner eigenen Stadt oder in der näheren Umgebung den richtigen zu finden. Den mit dem man am besten das ganze Leben zusammen verbringen möchte, jemanden dem man sein Herz schenken möchte und nicht irgendjemanden!
Wenn ich dann manchmal von Freunden höre sie hätten jemanden kennen gelernt der in Stuttgart oder Karlsruhe wohnt, aber die Entfernung zu weit finden frag ich mich manchmal was an so ein bis zwei Stunden Zugfahrt so schlimm sein soll. Vielleicht liegt es auch ganz einfach daran das ich weiß, dass ich vermutlich nie jemanden lieben werde, der bei mir um die Ecke wohnt, der jeden Tag bei mir da sein kann und nicht nur am Wochenende. Vielleicht liegt es auch ganz einfach daran das ich Zugfahren mag, wer weiß ;)!











Vielleicht liegt es auch nur daran, dass Du bisher in der falschen Stadt wohnst.
Ich würde eine Fernbeziehung auch dann schon zum Teil als diese ansehen, wenn man sich nur am Wochenende sieht. Für die meisten klingt “Fernbeziehung” ja besser als “Wochenendbeziehung” - ich bin mir da nicht so sicher.
Nunja, also. Lieber Max
Das stimmt ja soweit erst einmal, dass das gar nicht so schlimm ist, mit der Fernbeziehung. So auf den ersten Blick. Ich meine, ich lebe selbst in einer. Und bei mir ist es eben keine Wochenendbeziehung, sondern wir sehen uns ca. einmal im Monat, wenn alles gut läuft, manchmal häufiger, manchmal seltener. Und das geht sogar sehr gut. Aber man muss es eben auch so akzeptieren.
Bei uns ist es eben wirklich die Entfernung, die ein häufigeres Sehen unmöglich macht. Fünfeinhalb Stunden Zugfahrt, so wir die Sparpreise der DB nutzen können – das ist auch dann immer noch eine ganz schöne Stange Geld.
Schwierig wird es in den Momenten, in denen man den Partner braucht, ganz schnell am besten, so bald es geht. Wenn man jemanden braucht, der da ist, an den man sich anlehnen kann.
Sicher, bei uns geht das auch so irgendwie, über’s Telefon. Aber was glaubst du, wie oft wir uns schon einen Beam-Automaten gewünscht haben. Ich glaub, da ist es auch egal, ob es nun 100 oder 400 Kilometer sind: dass der Andere nicht sofort da sein kann, das macht es so schwer. Und ich für meinen Teil kann sagen, dass es eine sehr starke Liebe braucht, damit das über längere Zeit halten kann.
Für mich hat das Wort “Fernbeziehung” auch nicht unbedingt etwas mit der Kilometer Entfernung zutun. Da kommt es auch immer auf die Lebenssituationen an. Wie Julien schon gesagt hat, ist für manche Leute schon eine Art Wochenendbziehung eine Fernbziehung. Es liegt natürlich auch immer daran, wie viel Zeit man hat, wie viel Geld man für die Fahrt ausgeben kann, wie mobil man ist und wie man persönlich damit klarkommt.
Jemand der aufgrund seiner Arbeit sowieso kaum Zeit hat, sieht eine 2 Stunden Bahnfahrt als sehr belastend und Zeitraubend an. Für einen Schüler ist das Zeitproblem wahrscheinlich nicht so von Bedeutung. Ganz schlimm wird es noch, wenn die Partner in unterschiedlichen Schichten arbeiten und dann nichtmal mehr das Wochenende immer genutzt werden kann.
Da muss man immer idividuell entscheiden ob es eine Fernbeziehung ist. Wichtig ist nur, dass beide Partner damit klarkommen und dann sollte es auch keine “größeren” Probleme geben.
Für meinen Fall habe ich gerade jetzt eine Fernbeziehung. Aber gezwungenermaßen auch. Denn ich studier das Semester in Schweden und mein Freund studiert weiter in Freiburg. Wollen uns jedoch zwei bis dreimal in der Zeit während dem Semester besuchen und sehen, auch für mehr als ein Wochenende, wenn es das Geld und die Zeit neben dem Studium zulässt.
@Julien: Ja, ich denke wenn man in einer Großstadt wohnt ist das etwas ganz anderes ;)!
@Henning: Okay, dass ist ja dann natürlich noch um einiges schwieriger als “nur” eine WE-Beziehung. Ich denke das kann dann auch irgendwann ziemlich blöd sein, wenn man einfach nur seinen Partner sehen will, ihn in die Arme schließen will aber weiß, das geht erst ins 17 Tagen oder etwas früher. Die Liebe sucht sich halt meist (leider) niemandn aus der nähe aus…
@Backspin: Den Satz find ich gut und passend: “Da muss man immer idividuell entscheiden ob es eine Fernbeziehung ist. Wichtig ist nur, dass beide Partner damit klarkommen und dann sollte es auch keine “größeren” Probleme geben. :)” Wenn jeder damit klar kommt ist es egal ob das ander als eine Fernbeziehung, Wochenendbeziehung oder sonstiges bezeichnen :)! Und klar, die Arbeit macht so eine WE/Fernbeziehung nicht gerade einfacher.
@Julien Tee: Ist das denn für einen langen Zeitraum? Oder nur für ein Semester, also Fernbeziehung auf Zeit ^^? Ich denke aber das kann eine Partnerschaft noch mehr zusammenschweißen, könnte ich mir zumindest vorstellen. Man merkt wie sehr einem der Partner fehlt der davor vielleicht jederzeit da sein konnte.
Also ich finde, es ist nicht so schwer bei mir in der Stadt & Umgebung jemanden zu finden.
Gut ich wohn auch 20 Minuten von Düsseldorf, Duisburg.. 40 Minuten von Köln entfernt..
Als Fernbeziehung bennen’ ich es erst ab so 200 km., vorher aber nicht, ich komm mit dem Zug eigentlich von meiner Stadt aus überall gut hin =)
Es ist für ein Semester nur. Zum Glück. Halte es nach zwei Wochen ja schon kaum aus. Die ersten Tage waren emotional sehr schmerzhaft. Wenn man eine Person halt bis auf alles liebt und dann getrennt leben muss, auch wenn jetzt nur auf Zeit, ist es sehr hart. Aber wird schon klappen, davon gehe ich und mein Freund aus.